Was ist der “Werdenfelser  Weg”?

Es ist eine von Garmisch-Partenkirchen ausgehende, mit großer Geschwindigkeit bundesweit wachsende Initiative von Menschen, die sich jeweils in ihrem eigenen  Tätigkeitsumfeld aktiv darum bemühen, dass Fixierungen  und Freiheitsentziehungen von kranken und alten Menschen vermieden werden, wo immer das vertretbar ist. Und es ist erstaunlich oft vertretbar.

Der Werdenfelser Weg bemüht sich um eine Abkehr vom starren Sicherheitsdenken und hin zu einem verantwortungsvollen Abwägen aller Aspekte bis hin zur Vorstellung von Alternativen.

Kernpunkt des “Werdenfelser Weges” ist die Ausbildung von spezialisierten Verfahrenspflegern, welche auf dem Gebiet der freiheitsentziehenden Maßnahmen sowohl über rechtliche als auch über pflegerische Fachkenntnisse verfügen. Eingesetzt werden nicht vornehmlich wie bislang Rechtsanwälte, sondern Personen, die einen Pflegeberuf erlernt haben und über einschlägige Berufserfahrung verfügen.

Die Bestellung eines Verfahrenspflegers dient dem effektiven Rechtsschutz des Bewohners durch das Verfahrensrecht.

Der Verfahrenspfleger ist zwar vom Gericht bestellt, dann aber nur dem Betroffenen gegenüber zu einer sachgerechten Rechtsvertretung verpflichtet. Er ist weder weisungsgebunden dem Gericht gegenüber noch Gerichtshelfer. Er ermittelt nicht für das Gericht, sondern muss sich in seiner eigenen Rolle eine eigene fachliche Meinung bilden.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Gründerseite des “Werdenfelser Wegs” unter: Werdenfelser Weg – Das Original