Erforderlichkeit freiheitsentziehender Maßnahmen (hier : Niederflurbett als milderes Mittel)

Bei der Genehmigung freiheitsbeschränkender Maßnahmen sind auch die tatsächlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen. Verfügt ein Heim nur über eine begrenzte Anzahl an Niederflurbetten, so kann die Anordnung der Freiheitsbeschränkung „Bettgitter zu den Bettruhezeiten und Sitzhose im Rollstuhl“ erforderlich sein, sodass der Einsatz eines Niederflurbettes nicht als milderes Mittel in Betracht kommt. Lediglich die Heimaufsicht – und nicht das mit der Sache befasste Gericht oder der Betreuer – ist berechtigt und ggf. verpflichtet, die einzelnen Einrichtungen zur Anschaffung von zusätzlichen Niederflurbetten verpflichten. (Redaktioneller Leitsatz) LG Arnsberg, Beschluss vom 27. August 2015 – 5 T 229/15
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Studie: Demenzkranke zu oft mit Neuroleptika ruhiggestellt

Die Medikamente helfen nicht gegen die eigentliche Demenz, sondern sie helfen, wenn überhaupt, gegen Unruhezustände, gegen auffälliges oder herausforderndes Verhalten, das heißt also Schreien, Herumlaufen, körperliche Unruhe, Schlafstörungen und Ähnliches. Dagegen sollen die Medikamente helfen, aber das tun sie leider nicht immer. Die Sterblichkeit der Demenzpatienten wird durch Neuroleptika-Gabe erhöht, die Schlaganfallhäufigkeit ist erhöht, das Risiko für Herzinfarkt ist erhöht, das Sturzrisiko ist erhöht. Generell körperliche Einschränkungen als Nebenwirkungen der Neuroleptika treten dann auf, die Lebensqualität der Bewohner sinkt. Direktlink zum Beitrag
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